Nach rund einem Vierteljahrhundert in der Kommunalpolitik sagt Elfriede Walter aus Steinbach in der Sitzung des Ortschaftsrates am Montag, 12. September, Ade. Von den 25 Jahren, von denen sie für die Freien Wähler im Ortschaftsrat saß, vertrat sie die Interessen der Bürger auch im Baden-Badener Stadtparlament. Etliche Jahre war sie die Stellvertreterin des Ortsvorstehers.

„Es müssen mal jüngere Leute in den Ortschaftsrat“, findet Elfriede Walter. Daher kündigte sie bereits vor den letzten Kommunalwahlen an, in der Mitte der Legislaturperiode aufhören zu wollen.

Wer die heute 73-Jährige kennt, der weiß, dass Elfriede Walter eine Volksvertreterin verkörpert, die in ihrer umgänglich-natürlichen Art für jeden Bürger immer ansprechbar ist und sich für deren Belange einsetzt. Ursächlich hierfür ist bestimmt die frühere Tätigkeit von Elfriede Walter. Sie arbeitete seit 1970 bis zu ihrem Ruhestand im Bühler Krankenhaus als Krankenschwester. „Fast jeder kannte mich und ich kannte auch viele Leute. Durch meinen Beruf war ich immer nah an den Menschen“, erzählt sie im Gespräch.

Zeit ihres Berufslebens hat Elfriede Walter Vollzeit gearbeitet und darüber hinaus zwei Kinder großgezogen. Ihre Mutter habe ihr stets zur Seite gestanden.

Einst hat die gebürtige Steinbacherin als Rotkreuzschwester begonnen, erlernte dann den Beruf der Krankenschwester und qualifizierte sich weiter. Sie leitete die Wochenstation in Bühl und später übernahm sie dort die Pflegedienstleitung inklusive Rufbereitschaft für das ganze Haus mit mehr als 150 Pflegefachkräften.

Dieser Werdegang zeigt, dass Elfriede Walter immer mit Ausdauer ihre Ziele verfolgt hat – so auch in der Kommunalpolitik.

Einst hat sie „Lehrer Wolf“, bei dem sie zur Schule gegangen sei, für die Liste der Freien Wähler geworben, erinnert sich Elfriede Walter. „Politik hat mich schon immer interessiert“, fügt sie hinzu.

Als bedeutendster kommunalpolitischer Beschluss wertet sie die Entscheidung 2004, die drei Gemeinden Neuweier, Steinbach und Varnhalt als ordnungspolitisches Konstrukt unter dem Begriff Rebland zusammenzufassen. „Dadurch haben wir in der Stadt mehr Gewicht“, findet Elfriede Walter. Welche Entscheidungen würde sie im Rückblick als Enttäuschung bewerten? „Es hat etliche Momente gegeben, da habe ich mich schon über das eine oder andere erzürnt“, erzählt sie und schmunzelt.

Wenn Elfriede Walter dem Ortschaftsratsgremium nun den Rücken kehrt, wird sie das für alle Funktionen auch bei den Freien Wählern tun. Trotzdem bleibt sie dem gemeinschaftlichen Leben im Rebland tief verbunden. Regelmäßig trifft man sie während der Sommersaison im Freibad Steinbach an. Auch bleibt sie mit dem DRK-Rebland verbunden.

Quelle: Badisches Tagblatt

 

Wir sagen ein ganz großes DANKESCHÖN für die jahrelange Arbeit in der Fraktion des Gemeinde- sowie Ortschatsrats und dem Kreisverband der Freien Wähler Baden-Baden!